Wanderwoche auf Menorca

vom 06. - 13. Mai 2018

Menorca 3032

Mit Wanderführer
Aina und Jaume Tort
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Wanderwoche auf Menorca

vom 06. - 13. Mai 2018
Mit Wanderführer
Aina und Jaume Tort
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Sonntag, den 06.05. Wanderung : Ferreries- Camí Reial- Pas d’en Revull- Barranc d’Algendar und zurück

Sonntag 06.05 05alle Panoramabilder © Ludwig Krumpen

Was uns erwartet, können wir uns kaum vorstellen. Wir nehmen den alten Weg Camí Reial, der die Orten der Insel in der Vergangenheit verbunden hat und erreichen durch einen eingen Canyon (Pas d’en Revull) die Schlucht Barranc d’Algendar mit ihrer subtropischen Vegetation, die das ganze Jahr lang Wasser führt! Der Bach verläuft zwischen 80 meterhohen Kalksteinfelswänden. Durch die Feuchtigkeit des Flusses hat sich hier eine dichte, undurchdringliche Vegetation entwickelt: Steineichen, wilde Olivenbäume, Feigenbäume, Lorbeer (Lat. Laurus nobilis). Eine ganze Reihe von kultivierten Obstbäumen gedeihen hier ebenfalls. Höhlen sorgen für einen Unterschlupf für viele verschiedenen Arten von Fledermäusen und anderen Vogelarten.




Montag, den 07.05. Wanderung : Bei der Hinfahrt Besichtigung von Talatí de Dalt. Weiterfahrt und Wanderung vom Naturschutzgebiet s´Albufera des Grau zum Cap de Favaritx
Fahrt nach Fornells und Bummel. Auf der Rückfahrt nach Sant Tomàs, Besichtigung des Monte Toro, die Kapelle auf dem höchsten Berg der Insel

Montag 07.05 26

Talatí de Dalt ist eine vorgeschichtliche Siedlung der Ureinwohner (1500 und 1300 aC.), die eine Mauer und ein Talaiot aufweist. Interessant ist die vollständige erhaltene Taula mit später angelehnter Steinsäule.

Weiterfahrt Richtung Naturpark S´Albufera des Grau, Kernstück des Biosphärenreservats Menorca. Gelegentlich ist hier unter anderen Vogelarten der Fischadler zu sehen. Zu bestimmten Zeiten ist dieses Feuchtgebiet mit dem Meer verbunden, der Süsswasseranteil ist überwiegend auf die Regenzeiten beschränkt. Hier leben ganzjährig 60 verschiedene Entenarten, je nach Jahreszeit kann man hier zahlreiche Wasservögel beobachten z.B. Reiher, Löffler, Teichhühner, etwas seltener der Ibis, und sogar Flamingos. Zugvögel rasten hier in grosser Zahl in den Wintermonaten.

Der herrliche Wanderweg verläuft an mehreren Buchten und einem Piratenwachturm entlang. Das Cap de Favàritx gilt als eine der wildesten und schönsten Gegenden der Insel, hier treffen wir auf schwarzen Schiefergestein. Besonders beindruckend ist es am windigen Tagen, wenn der Nordwind die Wellen gegen den steilen und dunkle Felsküste peitscht. Am Leuchtturm angekommen, beenden wir die heutige Wanderung.

Anschliessend fahren wir mit dem Bus zum Hafen von Fornells, einem kleinen Fischerdorf und Feriensiedlung. Im Leben der Einheimischen spielt der Fischfang hier noch eine wichtige Rolle. Ein Bummel durch diesen schönen Ort und eine Kaffeepause stehen im Programm.

Weiterfahrt zum Monte Toro (362m), der höchsten Erhebung der Insel. Der Name des höchsten Berges auf Menorca kommt nicht vom spanischen Wort für Stier (Toro), sondern soll laut Geschichtsforschern vom arabischen Al- Thor abgeleitet sein, was Hauptberg bedeuten soll. Ein grossartiger Panoramablick eröffnet sich von hier oben aus. Bei klarem Wetter kann man sogar die Nachbarinsel Mallorca erkennen, etwa 50 Kilometer entfernt, sowie die ganze Küstenlinie von Menorca. Auf dem Berg wurde im 16. Jhdt. eine Wehranlage erbaut, davon ist ein Wachturm heute noch erhalten. Im 17.Jhdt. wurde eine Kirche und ein Kloster gegründet. Der Hochaltar der Kirche Mare de Déu del Toro (1595) trägt die Statue der Verge del Toro, der Schutzpatronin Maria vom Berg. Mit der Besichtigung und mit einer schönen Busrückfahrt zum Hotel endet der erlebnisreiche Tag.




Dienstag, den 08.05. Wanderung : Fahrt nach Binimel.là. Küstenwanderung nach Cala del Pilar am GR 223 (Pferdeweg) entlang.

Dienstag 08.05 02

Dieser Küstenweg führt uns durch eine der ursprünglichsten und abwechslungsreichsten Gebieten Menorcas. Die teils schroffe, teils liebliche Nordküste ist der älteste Teil der Insel mit Gesteinformationen, deren Entstehung Wissenschaftler ins frühere Devon datieren. Der Wanderer läuft also teilweise auf Untergrund, der bis 400 Millionen Jahre alt ist!

Der Anfangspunkt ist die schöne Platja de Binimel.là: Bizarre Felsformationen, Bucht mit glasklarem Wasser. Weiter geht es nach Cala Pregonda, wo das Strand- und Dünensystem mit seinen Hügeln das Auge mit Ocker, Gold, Rostrot und allerlei Farbschattierungen verwöhnt. Die Felsformationen, die bei näherer Betrachtung, wie Hände zum Gebet geformt sind: daher der Name “Pregar” (Katalanisch=beten) für diese Bucht. Wir geniessen diese unberührte Küste bei der Überquerung der Buchten Barril, Calderer, Els Al.locs. Nach der Cala del Pilar, einem Strand mit rotem Sand, steigen wir aufwärts durch den Wald zum Parkplatz. Rückfahrt mit dem Bus.




Mittwoch, den 09.05. Wanderung : Wanderung in der Umgebung des Dörfchens Llucmaçanes.
Weiterfahrt nach Punta Prima. Wanderung bis Cala de Sant Esteve.
Besichtigung der Hauptstadt Maó.

Mittwoch 09.05 05

Fahrt zum Südosten der Insel, wo wir den malerischen Ortes Llucmaçanes besichtigen und dort eine kurze Wanderung beginnen.

Weiterfahrt nach Punta Prima. Dort starten wir die Hauptwanderung des Tages. Anfangs haben wir den Ausblick auf die 34 Hektar grosse Illa de l’Aire (Insel des Windes), wo eine Kolonie der balearischen Eidechsen (Podarcis lilfordi) lebt, die zu einer der naturkundlichen Höhepunkte zählt.

Vor Cala Alcalfar sehen wir den aus dem 18. Jhr errichteten Wachturm, diese Stelle markiert den östlichen Endpunkt der Insel. Wir wandern auf alten steingepflasterten Wegen, Trockenmauern umgeben rechts und links unseren Pfad, sogar Teile von alten Steineichenwäldern erscheinen hier und da. Wir steigen ab bis zur Cala Sant Esteve, wo wir unsere Tour beenden werden. Von hier aus können wir die Festung Sant Felip, sowie das Vorwerk aus dem 18. Jhdt. von Fort Marlborough sehen. Die Festung ist ein von den Briten errichtetes Vorwerk zum Schutz der Hauptfestung Sant Felip, und ist nach einem Herzog von Marlborough benannt.

Anschliessend fahren wir kurz zur Hauptstadt Maó, mit dem 6 km langen Naturhafen, der einem Fjord ähnelt und einer der grössten der Welt ist. Die Briten machten Maó im Jahr 1722 zur Inselhauptstadt. Wir unternehmen einen Spaziergang, um die Architektur dieser schönen Stadt zu betrachten. Die britische Tradition des 18. Jhdts. prägte seine Häuser.



Donnerstag, den 10.05. Wanderung : Besichtigung von Ciutadella- Auf den Camí de Cavalls, werden wir die Südküste Menorcas erkunden: Platges de Son Saura- Cala en Turqueta- Cala Macarella- Cala Galdana

Donnerstag 10.05 02

Fahrt in der Stadt Ciutadella (29.000 Einwohner). Diese alte geschichsträchtige Stadt wurde unter der Phönizier gegründet, dann besetzt von Karthagern, Römern, Vandalen, Arabern, osmanische Seeräubern, Franzosen und danach die Engländern. Ciutadella war die Hauptstadt bis 1722 und bleibt noch als Bischofsitz bis heutigen Tag. Im Gegensatz zur Maó hat die Stadt Ciutadella einen spanischen– arabischen Flair mit barocken Adelspalästen und verzierten Bürgerhäuser. Die gotische Kathedrale Santa Maria (13- 14. Jhr.) wurde am Platz einer Moschee gebaut und erinnert aber etwas mehr an einer Festung. Es gibt noch andere Kirchen: Sant Francesc (16. Jhr), Nostra Sra. des Rosari (aus dem 17.Jhr mit Barockfassade) und Sehenwürdigkeiten wie der Plaça des Born mit dem Rathaus (19.Jhr.), früher stand hier der Alcazar, der maurischer Palast. Auf alten Pflastersteinen, durch Torbogen und verwinkelte kleine Gassen, entdecken wir viele interessanten Ecken der Stadt.

Weiterfahrt mit dem Bus bis zum unberührten Strand Platges de Son Saura: Von hier aus starten wir unsere heutige Etappe des Camí de Cavalls. Der Weg verläuft meistens in der Küstennähe und bietet einen schönen naturbelassenen Küstenabschitt. Die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni) ist auf Menorca verbreitet, besonders zahlreich in Süden. Von den zwei weisse Sandstrände, die Platges de Son Saura gehen wir zur malerischen Bucht von Cala des Talaier (Mittagspause), von wo aus der Wachturm von Artrutx zu sehen ist. Einige der berühmtesten Bilderbuchsandstränden der Insel folgen anschliessend auf unsere Strecke: Cala en Turqueta mit ihren türkisblauen Wasser, Cala Macarelleta und Cala Macarella. Der Süden der Insel besteht aus Kalkstein, unteseeische Sedimente und ist von vielen Schluchten durchzogen. Über die Felsenküste rauf und runter mit wunderschöne Ausblicke zum Meer und an einem Aussichtspunkt vorbei, beenden wir unsere heutige Wanderung direkt in Cala Galdana.



Freitag, den 11.05. Wanderung : Auf den Küstenweg vom Platja de Sant Tomas nach Cala Mitjana und zurück über dem alten Camí de Cavalls zum Hotel.

Freitag 11.05 01

Heute erkunden wir die Küste von unserem Wohnort aus, der sich als idealer Ausgangspunkt anbietet, um die atemberaubende Südküste Menorcas zu Fuss kennenzulernen. Eine unbebaute Steilküste, an der sich mehrere traumhafte Buchten befinden. Dieser Küstenabschnitt ist nur zu Fuss oder mit dem Boot zu erreichen, das Hinterland befindet sich im Privatbesitz. Wälder aus Aleppokiefern (Pinus halepensis) sowie Steineichen (Quercus ilex) spenden etwas Schatten und der Harz der Kiefern schenkt uns wunderbaren Sommerduft.

Wir gehen an den Buchten von Binigaus, Escorxada, Trebalúger und Mitjana entlang. Dort verlassen wir die Küste und nehmen den Camí de Cavalls, der im Hinterland verläuft. Reste von Kalköfen, Köhlermeilerplätzen sowie Sandsteinbrüche sind Zeugen früherer Tätigkeiten und des harten Lebens der Inselbewohner.



Samstag, den 12.05. Wanderung : Sant Tomàs- Camí de Cavalls Richtung Son Bou- Sa Vall- Son Boter- Hauptstrasse- Friedhof Migjorn Gran- Barranc de Binigaus-Cova des Coloms- Sant Tomàs

Samstag 12.05 06

Der Weg verläuft an die Küste entlang bis zum Feuchtgebiet Prat de Son Bou. Dieses feuchte Biotop von etwa 80 ha Fläche ist das Wichtigste der Südküste. Verschiedene Wasserpflanzen sind hier zu finden, sowie viele Entenarten.

Dann verlassen wir den Camí de Cavalls und nehmen das einsame Tal “Sa Vall”. Wir gehen an verlassene Bauernhöfe vorbei und auf einen zugewachsenen, steingepflasterten Weg erreichen wir das Hochplateau. Am Friedhof vom Dorf Migjorn Gran, besichtigen wir den Grab von Joan Ruidavets- Als er im Jahr 2004 gestorben ist, war er der älteste Mann Spaniens (115 Jahre alt). Wir wandern durch die Schlucht Barranc de Binigaus. Schluchten sind eine wichtige Umwelt für Pflanzen und Tiere, weil die meisten Schluchten ganzjährig Wasser führen. Unter anderem nisten in den Wänden der Schluchten verschiedene Arten von Greifvögeln, wie der Schmutzgeier (Lat. Neophron pernoctus), Menorca beherbergt davon eine kleine Kolonie. Diese verborgene Gegend bietet auch viele Gelegenheiten, die Vorgeschichte der Insel weiter zu studieren. In diesen Schluchten gibt es verschiedene Höhlen, viele davon waren in der Vergangenheit von Menschen bewohnt. Die Höhle Cova des Coloms (Cova,katalanisch =Höhle) (Colom, katalanisch = Taube) ist die grösste Höhle der Insel, eine von der Natur geschaffene Kathedrale! Wissenschaftler haben hier zahlreiche Zeugnisse aus der Vorgeschichte der Insel gefunden, unter anderen wichtige Kultgegenstände aus Bronze. Man vermutet, dass die Höhle eine Art Kultstadt oder ein Ort für Rituale gewesen ist. Wir lassen uns von der Magie dieses Ortes bezaubern.

Nach diesem schattigen Halt gehen wir weiter bergab und nehmen einen Weg zur Küste bis dem Platja de Binigaus. Am Meer entlang kehren wir zum Hotel zurück.


 

Im Mai auf der Insel Menorca

Ortsgruppe Marmagen

Nachdem unsere Ortsgruppe bereits 2013 und 2016 Wanderwochen auf Mallorca verbracht hatte, entschieden wir uns diesmal auf Empfehlung unseres bewährten Wanderführers Jaume für die Nachbarinsel Menorca, auch weil dessen Frau Aina , eine ausgewiesene Wanderführerin, speziell für dieses Gebiet mit von der Partie war.

Am Sonntag des 06. Mai bezogen wir mit 21 Wanderfreunden im 4 Sterne Hotel Santo Tomas für 8 Tage unsere Zimmer. Schon gegen Mittag machten wir bei herrlichem Wetter unsere erste Wanderung. Auf dem Weg Cami Reial erreichten wir durch einen engen Canyon die Schlucht Barranc d`Algendar mit ihrer subtropischen Vegetation, die das ganze Jahr zwischen hohen Kalksteinwänden Wasser führt. Hier wachsen wilde Olivenbäume, Feigenbäume,

Lorbeer und Steineichen. Gelegentlich treffen wir auch auf kultivierte Obstbäume z.B.Orangen. Höhlen sorgen für Unterschlupf für verschiedene Arten von Fledermäusen und andere Vogelarten.Die Menorquiner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft ( 23 000 Kühe ), der Käseherstellung, der Lederverarbeitung und in zunehmendem Maße vom Tourismus.

Wir beginnen am nächsten Tag im Nordosten mit einer Besichtigung archäologischer Sehenswürdigkeiten: Die Talayotische Siedlung von Tolati de Dalt. Hier sehen wir Behausungen und Kultstätten ( Altäre, Gräber ) aus riesigen Steinblöcken und Steinplatten , die bis ca. 2500 Jahre zurückreichen. Aina gibt uns Detailinformationen. Später wandern wir im Naturpark Albufera de Grau vorbei an Salzlagunen, die von zahlreichen Wasservögeln : Enten, Reiher, Blässhühnern und Meerkuscheln bewohnt werden. Fortan durchschreiten wir ein Sumpfgebiet und treffen auf Schneidegras, wilde Gladiolen und die Milchfleckendistel. Größere Flächen sind mit rotem und violettem Klee überwuchert. Uns bietet sich eine üppige Flora. Nach einer Ruhepause am Hafen in Fornell fahren wir auf den Monte Toro der höchsten Erhebung Menorcas ( 362 m ) Hier steht die Kirche Mare de Deu del Toro und ein Kloster. Von hier oben hat man eine phantastische Aussicht über die ganze Insel

Die Küstenwanderung im Norden über den Cami de Cavalls war für uns eine sportliche Herausforderung. Ca. 7 St. wanderten wir in teils schroffem  Gelände auf der windgepeitschten Steilküste und überwanden an diesem Tag etwa 650m Höhenmeter. Wir erreichten Buchten mit traumhaften Ausblicken. Vor uns lag immer wieder das Meer türkisblau in hellem Sonnenlicht. Regen und Sonne haben hier das eisenhaltige Vulkangestein ocker, gold und rotbraun gefärbt so weit das Auge reicht.Eine Felsformation wirkt wie die Hände zum Gebet gefaltet. Über uns kreisen Möven, Wanderfalken, der Schmutzgeier u.a. Vögel.Aina wies uns auf das Poseidongras hin und dessen Bedeutung für die Ökologie. 

Die gesamte Grundfläche Menorcas ist, sowohl im privaten als auch im kommunalen Besitz, eingerahmt von insgesamt 10800 km Trockensteinmauern.Dieses gigantische Bauwerk hinterlässt einen überwältigenden Eindruck auf jeden Neuankömmling. Der weitaus größte Teil unser Wanderungen erfolgte auf den weiß rot markierten Cami de Cavalls. ( 185 km Pferdewege )

Am Ende einer dreistündigen Wanderung am Mittwoch, bei der uns eine angekündigte Regenschauer kurz erwischte, erblickten wir die militärische Festung Sant Felip. Die strategische Bedeutung des größten europäischen Naturhafens machte die Stadt Mahon ( Mao`) unter britischer Herrschaft 1721 zur Hauptstadt der Insel. Die Architektur der Gebäude  sind Zeugnis englischer Besatzungszeit. Hier besichtigen wir die Eglesia Santa Maria aus dem 18.Jh.mit ihrer mächtigen Orgel.

Die frühere Hauptstadt und heutige Bischofsstadt Ciutadella (29 000 Einw.) ist wohl die geschichtsträchtigste Menorcas.  Im Gegesatz zu Mao`hat die Stadt italienisches, spanisches und arabisches Flair mit barocken Adelspalästen und verzierten Bürgerhäusern. Hier findet man lauschige Plätze und verwinkelte Gassen. Ein Obelisk erinnert an den Tag des Unglücks 1558, als der größte Teil der Bevölkerung nach Konstantinopel verschleppt und die Stadt in Schutt und Asche gelegt wurde. Einige Wanderfreunde nahmen sich in Ciutadella ihren " freien Tag ".Der große Rest erfreute sich auf einer weiteren Küstenwanderung an den berühmtesten Bilderbuchstränden.

Die beiden letzten Wandertage verzichteten wir auf den Bustransfer und starteten vom Hotel aus entlang der Südküste bis Platja de Binigans. Auf den folgenden 19 km wurde uns wieder einiges an Kraft und Ausdauer abverlangt.

Wir wurden von der Natur reichlich entschädigt. Die Abschlußwanderung am Samstag verlief die Küste entlang bis zum Feuchtgebiet Prat de Son Bou. Auf den saftigen Wiesen entwickelt sich besonders im Mai eine großartige Farbenpracht unzähliger Pflanzen und Blumen. Auf dem Friedhof von Migjon stoßen wir auf das Urnengrab des ältesten Spaniers ( 115 Jahre )

Auf dem Rückweg erreichten wir die Höhle Cova des Colons, eine von der Natur geschaffenen Kathedrale . Man vermutet, dass die Höhle eine Art Kultstätte und ein Ort für Rituale gewesen ist. Wir sind von der Magie dieses Ortes ganz gefangen. Die großartige Akustik animiert uns zu einem gemeinsamen Lied. Nach diesem schattigen Halt gingen wir ein letztes Mal bergab und nahmen den Weg am Meer entlang zum Hotel.

Die Menorca Tour war wunderschön, erlebnisreich und ebenso informativ. Wir waren eine harmonische und heitere Gruppe, in der man sich wohlfühlen konnte. Den Wanderführern Jaume und Aina und nicht zuletzt dem Organisator und Photografen KaJo ein herzliches Dankeschön ! Muchas Gracias !

Karl und Marese Milz