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Wanderwoche Weserbergland

vom 02.06.- 08.06.2008

 

1.Tag Besichtigung von Rinteln

2.Tag Wanderung von Rehren zur Schillat-Höhle

3.Tag Besichtigung von Hameln und Kurpark Bad Pyrmont

4.Tag Wanderung in den Bückebergen - Obernkirchener Sandsteinbrüche

5.Tag Besichtigung von Bodenwerder - über die Weser zurück nach Hameln

6.Tag Wanderung rund um Rinteln-Friedrichswald

alle Bilder Wanderwoche Weserbergland


Eine Wanderwoche im Weserbergland

(geschrieben von unseren Wanderfreunden Karl und Marese Milz)

Eine gelungene Wanderwoche, angereichert mit zahlreichen naturkundlichen und kulturellen Informationen, erlebten wir bei strahlendem Sommerwetter in der Woche vom 2.-8.Juni 08
im Weserbergland.

Die mittelalterlichen Fachwerkhäuser in Rinteln und Hameln beeindrucken durch ihre liebevoll gepflegten Giebelfassaden mit eingeschnitzten Sinnsprüchen. Hier fühlt man sich gastlich aufgehoben.
Die Häuser wohlhabender Bürger heben sich durch zweistöckige Erker aus Oberkirchener Sandstein hervor. Dieses Gestein aus dem Weserbergland wurde und wird wegen seiner Härte an bedeutenden Gebäuden in allere Welt z.B. am Kölner Dom oder an der Freiheitsstatue in New York verwendet.
Durch besonderes Entgegenkommen der Werksleitung konnten wir das Sortieren und Schneiden des Materials in verarbeitungsgerechte Blöcke oder Platten im Werk hautnah besichtigen.
In der Schillathöhle in ca. 45 Meter Tiefe bestaunten wir eine Ausstellung von Ausgrabungsstücken als erdgeschichtliche Zeugen aus Millionen von Jahren.
Im Kurpark von Bad Pyrmont, dem größten Deutschlands, kann man erahnen, wie die zur Kur weilendenden Herrschaften in früherer Zeit im Blumenmeer zwischen exotischen Pflanzen und belebten Teichen lustwandelten.
Wir taten uns in einem nahegelegenen Cafe an einem opulenten Eisbecher gütlich.
Wer weiß schon, dass der Lügenbaron Hieronymus von Münchhausen in Bodenwerder geboren ist ?
Hier gibt es ein eigens dafür eingerichtetes Museum aus Exponaten der Familie Münchhausen.
Ein Museumsangestellter lässt in gekonntem Vortrag die utopischen Geschichten des Barons neu aufleben.
Ebenso wie in Hameln die Sage vom Rattenfänger wird in Bodenwerder in allen Geschäftsbereichen des Konsums der Name Münchhausen geschickt vermarktet. In den Fußgängerzonen beider Orte sind sie Werbeträger in verschiedenen Variationen und als kunstvolle Figuren in Bronze dargestellt.

Unsere Wanderungen führten durch blumige Wiesen und lichte Buchenwälder. Die Topographie des Weserberglandes ist mit der der Eifel vergleichbar, so dass kaum allzu steile Anstiege zu bewältigen sind. Das erlaubt den Wanderern rege Unterhaltung und ein fröhliches Miteinander.
Peter Steinbusch, unser Wanderführer, sorgt dafür, dass Besonderheiten in der Natur nicht übersehen werden.
Kajo, Hobbyfotograph und Webmaster, bannt alles Sehenswerte in seine Aufnahmeapparatur und stellt sie nur wenig später ins Internet.
Eine zweistündige Schifffahrt auf der Weser trug ebenso zur wohltuenden Entspannung bei wie die allabendlichen geselligen Runden im gastfreundlichen Hotel.
Peter Steinbusch für die Vorbereitung und gelungene Durchführung der Wanderwoche von allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön!