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Bilder von der Wanderwoche im Bayerischen Wald

vom 18. bis 25. September 2011

 

Es war eine fantastische Wanderwoche dank unserem
Wanderführer Hans Falkenstein und Ehegattin Irmgard,
die diese Wanderwoche perfekt organisiert hatten.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

 

1. Tag Lusen   2. Tag gr. Arber   3. Tag Regensburg    4. Tag gr. u. kl.Falkenstein   5. Tag G. Rachel    6. Tag Baumgipfelpfad

 

Mit Falkensteins auf den Falkenstein
 
 
Was liegt für unseren Wanderführer H. Falkenstein und seine Ehefrau Irmgard näher, als mit Wanderfreunden der OG im Bayerischen Wald den Falkenstein und seine umliegenden Gipfel zu erklimmen ? Und so fuhr am 18.Sept. 2011 eine Gruppe von 19 Personen zu einer Wanderwoche in den Nationalpark Bayerischer Wald.Unser " Basislager" war das gastfreundliche Landhaus Hubertus in Frauenau.
Der erste Wandertag führte uns zum Lusen (1372 m ). Häufige Regenschauer machten den Aufstieg recht beschwerlich und die zu überwindenden steilen Steinformationen wurden gefährlich rutschig. Die Gegend mutete an wie eine Moränenlandschaft. Nebelschwaden und dunkle Wolken verstellten den Blick in die Ferne. Doch dies konnte die heitere Stimmung der Gruppe nicht eintrüben, zumal die Wettervorhersage eine Altweibersommerwoche angekündigt hatte. Am nächsten Tag " bezwangen" wir den höchsten Berg des Bayerischen Waldes, den Großen Arber (1465 m ). Zwar hatte es aufgehört zu regnen, aber der immer noch bewölkte Himmel ließ leider eine klare Aussicht in die Täler nicht zu.
Am Mittwoch besuchten wir per DB die Stadt Regensburg. Ein Stadtführer erläuterte uns die Historie mit den vielfältigen Sehenswürdigkeiten der ehemaligen freien Reichsstadt,
Majestätische Patrizierhäuser, die historische Steinerne Brücke über die Donau und der altehrwürdige Dom St.Peter mit seinen berühmten mittelalterlichen Glasfenstern, der in seiner Entstehungsgeschichte auf das Jahr 739 zurückgeht, hinterließen einen nachhaltigen Eindruck.
Am nächsten Tag waren vom Parkplatz Gfäll bis zum Gipfel des Großen Rachel (1453 m ) ca. 500 m Höhenunterschied zu bewältigen. Erwähnenswert sind auch die vorbildlich markierten Wanderrouten mit den aufwändig gestalteten Infotafeln.
Bei gutem Wetter erschlossen sich uns jetzt genauer die Merkmale und Besonderheiten des Nationalparks, der 1971 gegründet, der älteste Deutschlands ist.
Ein Urwaldsteig führt durch Bergmischwälder vorbei an imposanten Felsblöcken. Hier greift der Mensch nicht aktiv in den Lebensraum Wald ein. Das Motto lautet : " Natur Natur sein lassen ! "
Die alten Fichten, die hier großflächig vorkommen, werden nach und nach Opfer des Borkenkäfers und der Umweltgifte. Im Humus beschleunigt sich die Zersetzung des toten Holzes, Gräser und Kräuter überziehen den Boden. Hier finden unzählige Insekten und seltene Tiere wie der Luchs ihre ökölogische Nische. Umgestürzte, vermoderte Bäume, aufgeklappte Wurzelteller und mächtige Baumriesen begleiten abwechselnd mit steilen Felspartien den Weg. Auf den ahnungslosen Wanderer wirkt das alles fast gespenstig.Hier galt es öfter zu verweilen und Peter Steinbusch erklärte der Gruppe naturkundliche Zusammenhänge.
Über die Wanderlinie Eibe, die die Route zum Falkenstein markiert, begannen wir am Freitag den Aufstieg zum Großen Falkenstein ( 1315 m ) . Vom Zwieslerwaldhaus durchquert der Weg
das Urwaldgebiet Mittelsteighütte. Er führt weiter über Steinbachfälle, wo sich der Bergbach durch eine felsenreiche Partie und über Kaskaden zum Tal stürzt. Der zu bewältigende Höhenunterschied von 620 m in ca. 2 1/2 Std. war für uns alle eine Herausforderung. Am Gipfel angelangt, wurden wir bei gutem Wetter durch eine wunderschöne Aussicht belohnt. Hier machten wir zünftig Brotzeit und Hermann Bramer spielte auf einem zufällig zur Verfügung stehenden Akkordeon  Wanderlieder, in die wir kräftig einstimmten. Nachdem wir uns im Gästebuch verewigt hatten, verabschiedete sich die Gruppe Falkenstein beim Hüttenwirt des Falkensteins und wir begannen den zweistündigen Abstieg.
Bei strahlendem Spätsommerwetter erlebten wir am letzten Wandertag den Baumwipfelpfad in Neuschönau. Mit einer Gesamtlänge von 1300 m und einer Höhe von 8 - 25 m schlängelt sich der Pfad durch die Buchen, Tannen und Fichten des Bergmischwaldes. Der Höhenpunkt ist die Besteigung des 44 m hohen Baumturmes. Auf der Plattform angekommen bot sich uns ein einzigartiger Blick über Lusen und Rachel hinweg über das Meer des Bayerischen und Böhmischen Waldes über hunderte von Kilometern bis zum nördlichen Alpenkamm.
Das fantastische Wetter verführte uns am Nachmittag zum Bummeln und Relaxen, bevor wir dann am Sonntagmorgen nach einer gelungenen Wanderwoche die Heimreise antraten.

Karl Milz